Bericht über das Helge Konzert in Dresden
am 14. August 1997

von Karsten Ulbricht

Kurzbericht

Das Konzert war gut.

Bericht

Nach dem riesen Erfolg, den Helge im August 1995 am Elbufer hatte, war zu erwarten, daß es auch diesmal wieder viele dahin ziehen wird. So plazierten wir uns rechtzeitig (16.30) Uhr am Einlaß, der dann pünktlich 19.00 Uhr geöffnet wurde. Nun noch flinken Schrittes zur Mitte der Reihe 1 und das Warten hatte sich gelohnt. Wir hatten einige der besten Plätze erstanden. Offiziell fanden sich bis 21.00 Uhr 5555 Zuschauer ein, vermutlich waren es aber bestimmt 2000 mehr. Und pünktlich 21.00 Uhr (oder lassen wir es ruhig zwei Minuten später gewesen sein) kam die Band auf die Bühne und spielte ein Jazzstück. Kurz darauf betrat der Meister die Bühne, tanzend. Das Publikum tobte. Zum allgemeinen Erstaunen trug Helge Brille, nein keine Sonnenbrille sondern eine richtige. Es gab eine kurze Begrüßung mit Vorstellung der Band. Helge holte noch eine Art mehrfach gewaschenes Tempo-Taschentuch aus der Jackentasche. Darauf hatte er sich die wichtigsten Notizen gemacht. Er las also vor: "Ihr seid das wunderbarste Publikum, was ich je auf der ganzen Welt gesehen habe." Das war wirklich glaubhaft :-) Helge trug übrigens einen schicken Anzug. "Das ist ein Maßanzug, aber für jemand anderen." Und schon ging es mit dem ersten Titel los: Ich drück die Maus.Hier bekam man die totalen Lachanfälle, als Helge in den Zwischeteilen scratchte. "Ich drück die Mamamamamaus-Maus-Maumaumaus-Maus-suam...." An ihm ist ein echter Rapper verloren gegangen.
Bei "Lord Fuck" hatte wieder jeder der exzellenten Jazzer von Helges Band die Möglichkeit, alles zu geben. Gleithmann legte ein total schräges Solo hin, indem er wohl immer einen viertel Ton zu hoch oder zu tief spielte. Den kröhnenden Abschluß bildete Peter, der Extasedrummer. Während seines Solos gehörte ihm die Bühne allein, der Rest der Band inkl. Chef gingen. Und die Massen waren begeistert.
Fitze Fitze Fatze war natürlich glatt zum Mitsingen geeignet, sowohl für´s Publikum als auch für Carlos, der leider von Helge diesmal KEIN Mikrofon bekam. Umso kräftiger unterstütze ihn das Publikum - ich denke alle Dresdner (auch die, die sich schon schlafen gelegt hatten) fanden das gut :-)
Telephone Man auf Englisch heizte den Massen direkt nach der Pause, die nur etwa zehn Minuten dauerte, kräftig ein. Ich vermißte das Vibraphon-Solo, dafür rastete Sandro bei einem extatischen Gitarren-Solo total aus. (siehe Fotos)

Um es auf den Punkt zu bringen, das Konzert war ein voller Erfolg und das Publikum war gut, auch Helge und seine Band sahen das so. Gegen Mitternacht war dann leider Schluß und Helge fix und fertig. Die Mücken, welche an diesem Abend besonders zahlreich erschienen waren, setzten ihm und der Band kräftig zu. Kleine Kritik: DA HUMM wurde nicht gespielt, schade popade. Vielleicht beim nächsten Konzert in Dresden.


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