Helge Schneider in Köln


von Carsten Rochnia

Da Humm, hier !

Es folgt der aktuelle Bericht zur Helge Schneider Tour aus dem
E Werk in Köln:

Am 27.06.1997 gastierte Helge Schneider zum zweiten Mal im Kölner E Werk. Einen Tag zuvor hatte es einen genialen Auftritt gegeben, mit einer Menge begeisterter Fans. Klar, dass ich natürlich, nachdem ich bei auf Helges Auftritt in Siegen war, diese Chance nicht auslassen konnte, und so kam ich um 18.30 Uhr mit ein paar Freunden vor der Halle an, wo schon ca. 50 Personen warteten. Es war bekannt, dass die Halle nur teilbestuhlt ist, und so hofften wie auf einen Sitzplatz. Als dann endlich gegen 19.20 Uhr die Pforten geöffnet wurden (normalerweise um 19.00 Uhr) wurden alle Träume bezüglich des Sitzplatzes zunichte gemacht: Alle Plätze waren vergeben, und von hinten drängten immer mehr Menschen ins Werk. Kurz vor 20.00 Uhr war man dann froh im Stehen einen einigermassen passablen Blick auf die Bühne zu bekommen. Wer hier unter 1.80 m war, hatte schlechtes Spiel !

Helges Programm variierte am 27.06. in manchen Punkten, allerdings waren die aktuellen Titel wie "Ich drück die Maus", "Da Humm","Wurstfachverkäuferin", etc. genauso vertreten wie manch alte Stücke wie: "100 000 Rosen" oder "Ich will frei sein". Absolute Knaller waren "Pflaumenbaum" und "Telephoneman". Das Publikum war meist jugendlich und benahm sich zumindest in der ersten "Halbzeit" nicht nach Helges Geschmack, was ich auch durchaus verstehen kann, denn auch mich nervten manchmal die doch sehr prolligen Sprüche macher Zuschauer. Auch die Herren der Security bekleckerten sich weder vor, während noch nach dem Konzert mit Ruhm, besonders der komische Typ, der sich breit auf die Helges Boxen setzte und damit den aussen stehenden Zuschauern die Sicht auf die Bühne nahm.

Nach der Pause war er aber dann verschwunden, man setzte sich bis an den Rand der Bühne und die Stimmung sowie das Niveau wurde besser. Gegen 22.00 Uhr endete Helge und es wurde ziemlich schnell aufgeräumt, denn das E-Werk sollte wahrscheinlich den Abend wieder geöffnet werden . Das Konzert hat mir trotz macher Patzer seitens des Publikums gut gefallen, nicht zuletzt durch das Treffen mit dem Fan-Klap-Chef  Martin Heinzinger, den ich hiermit herzlich grüße. Es sollte allerdings über den Sinn und Zweck einer teilbestuhlten Halle bei einer derartigen Darbietung nachgedacht werden.

Euer Klapperstrauss

Carsten