HELGE
SCHNEIDER

So wurde Ende 97 die 98-er Tour angekündigt:

Unter dem Motto,"Ich lasse mir das Singen nicht verbieten! Alter Satz von mir!",wird der Tastengott demnächst in einigen Städtchen auf ein Tässchen Tee vorbeikommen.Der geborene Beethoven- und Ravel-Spezialist wollte immer gerne zu seinem Klavierspiel auch singen! Deshalb begann er schon früh, dann doch eigene Kompositionen selbst zu machen(u.a. im Alter von 5 Jahren das Lied"Texas").Und das ist auch gut so,denn sonst wäre die Welt ärmer! Helge ist, wie viele wissen, auf vielen Instrumenten zu Hause. Da er sich als junger Bub nicht entscheiden konnte, welches er noch spielen soll außer Klavier, lernte er eben alle anderen Instrumente dazu, außer Querflöte und Harfe. Auch später, als sein Humor sich durchsetzte und seine Shows immer populärer wurden, blieben furiose Soli an Saxophon, Flügel, Gitarre,Vibraphon und anderen Instrumenten ein Markenzeichen seiner Konzerte. Manchmal spielte er 15 Instrumente an einem Abend. Seit vielen Jahren gehören diese Auftritte zu den erfolgreichsten und einmaligsten Live-Acts in Deutschland. Da kommt es dann auch schon mal des öfteren vor, daß renomierte Musiker und Entertainer aus der Branche sagen:"Hut ab Helge, das macht Dir so schnell keiner nach!". In den neunziger Jahren trat Helge ausschließlich mit Bands auf. Erstmals seit über zehn Jahren gibt Helge jetzt wieder Solo-Konzerte an seinem eigenen,über 100 Jahre alten Flügel, der leider neulich zusammenbrach und weshalb sich Helge einen nagelneuen gekauft hat,den er jetzt mitschleppt. Zwischendurch wird er uns die eine oder andere Lüge erzählen, falls ihm eine einfällt. Und er greift auch hier wieder in seinen Instrumentenkoffer -wenn es ihm paßt-und zaubert dann eine Trompete, ein Schlagzeug,eine Gitarre oder aber eine antike elektronische Orgel ins Scheinwerferlicht ! Oberstes Prinzip aller Schneider-Auftritte aber bleibt die Improvisation und hierbei kann ihm wirklich keiner das Wasser reichen! Seine bekannten und neuen Lieder und Geschichten sind das Material, welches er mit seinen spontanen Einfällen zusammenbringt. So entsteht jeden Abend eine andere Show.

Konzertbericht-Berlin

Davon hat sich Martin Heinzinger in Berlin(Dez`97) bei der Premiere überzeugt.Unterstützt wird Helge bei der Tournee (also nicht ganz solo) von Bodo,der für das leibliche Wohl vom Chef sorgt,indem er ihn leckeren Tee oder frisch gepreßten Sprudel reicht. Außerdem trommelt dieser zwischendurch die Bongos und versucht sich hin und wieder als Background-Singer und das mit voller Bravour.Für alles was blinkt,leuchtet und sonst noch auf der Bühne herumkabelt,ist natürlich wieder Erwin zuständig. Genau wie bei der Da Humm-Tour, läßt er es sich nicht nehmen das komplette Bühneninventar "alleine" aufzubauen. Helge zeigt bei seinem zweieinhalbstündigen Auftritt,wie auch nicht anders erwartet, alles was man sehen möchte. Es gibt hervorragende Musik, alte Lieder, neue Erzählungen,vor Kraft strotzende Tanzeinlagen,Improvisation und natürlich auch viele neue Lieder,z.B. Erbsenzählerblouse,Danz Danz-in the midsummernight,Baby lass uns bummeln geh`n,Jailhouse Rock, Candle in the wind,Opa of love-super-scharf,auch zu hören:Pflaumenbaum,Musik Musik Musik,Meisenmann,Allein in der Bar, Heinrich Heine und Stücke von Beethoven. Lieder wie Katzeklo,Es gibt kein Bier auf Hawai,So ein Tag, so wunderschön wie heute und "Von den blauen Bergen kommen wir", wurden gemeinsam mit dem Publikum gesungen. Von den tobenden Berlinern wurde Helge dann noch zu drei Zugaben gezwungen, die er auch ohne Murren gab. Man kann sich auf alle Fälle auf die kommende Tournee freuen,soviel ist schon mal sicher. Ich wünsche Euch jetzt schon mal recht lustige und angenehme Stunden bei Helge`s Auftritten.
Viel Spaß !!!

Während Helge in Berlin war, malte er zum Gruß an seine Fans mal eben dieses Bild:

Mit im Konzert inbegriffen: Zwanzig Minuten Pause. Damen sitzen vorne. Personen über achzig Jahre erhalten Hörhilfe (8mal 1000 Watt - 4 Ohm)

Die Tour beginnt im Februar. Alle Tournee-Termine stehen HIER
Zu den Leverkusener Jazz-Tagen im Oktober 1997 gab Helge schonmal eine Solokostprobe.
Eine Kritik dazu kann man hier nachlesen.

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